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Disziplin,  Personal Development

Repost: Mythos Disziplin – Das Werkzeug zum Erfolg

Photo by Edgar Chaparro on Unsplash

Anmerkung: Das hier ist ein Repost eines Textes von 2018, den ich hier auf der Plattform f1rstlife veröffentlicht habe. Da das Thema Disziplin auf meinem “Blog” in Zukunft noch öfters auftauchen soll, passt er aber auch ganz gut hierher und soll den Anfang einer Reihe bilden. Enjoy!


Manche haben sie, andere hätten sie gerne: Disziplin, die Fähigkeit, sich und seine Aufmerksamkeit zu regulieren. In vielen Bereichen des Lebens ist sie der Schlüssel zum Erfolg. Dabei geht es weniger darum, sich selbst zu etwas zu zwingen. Sie ist viel mehr eine bestimmte Art zu denken und das Werkzeug „Gehirn“ richtig zu nutzen. Aber wie macht man das?

1. Ziele setzen

Bevor wir überhaupt anfangen können, diszipliniert zu sein, müssen wir zunächst einmal wissen, was wir überhaupt erreichen wollen. Und daran scheitert es bei den meisten Menschen oft schon. Viele haben eine ungefähre Vorstellung, aber keine klar abgesteckten Ziele, auf die ihr Handeln ausgerichtet ist.

Aber erst, wenn Du ein konkretes Ziel vor Augen hast, kannst Du auch die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Am besten hältst Du Dein Ziel schriftlich fest. Schreibe ganz genau auf, was du erreichen willst und wann dein Projekt fertig gestellt sein soll. Je spezifischer Du dabei bist, desto besser.

2. Planen

Um dein Ziel zu erreichen, brauchst Du einen Plan. Denn ein Ziel allein nützt Dir nichts, wenn Du nicht weißt, wie Du es erreichen kannst. Setz Dir Zwischenziele. Mach Dir Gedanken darüber, was Du alles tun musst, um dein Projekt fertigzustellen und lege fest, wann Du welche Teilaufgabe erledigst. Plane Deinen Tag (Deine Woche, Deinen Monat…) im Voraus. Nur so kannst Du sicherstellen, dass Du die Dinge, die Du Dir vornimmst, auch tatsächlich umsetzt. Wenn Du im Vorhinein nicht genau weißt, was Du zu tun hast, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Du überhaupt etwas zu Stande bringst. Dabei muss Dein Plan nicht perfekt sein. Wenn Du auf dem Weg feststellst, dass Du etwas falsch eingeschätzt hast, kannst Du Deinen Kurs immer noch korrigieren.

Wenn Dein Plan zur Verwirklichung deiner Ziele also steht, solltest Du Dich an dessen Umsetzung machen. Und jetzt wird es interessant, denn wenn es darum geht, Pläne in die Tat umzusetzen, macht uns unser „innerer Schweinehund“ oft einen Strich durch die Rechnung.

3. Ablenkungen vermeiden

Die vielleicht simpelste und einleuchtendste Maßnahme ist, sich systematisch von jeglicher Ablenkung abzuschirmen. Aber gerade weil sie so simpel ist, neigt man dazu, sie in den Wind zu schlagen. Was macht schon ein kurzer Blick auf das Smartphone? Aber gerade in Zeiten, in denen das Vergnügen nur einen Klick entfernt ist, können Dich wiederholte, kurze Ablenkungen unter Umständen Stunden oder Tage kosten.

Also schalte Dein Smartphone aus. Kappe Deine Internetverbindung. Stelle sicher, dass Dich niemand von Deinem Vorhaben ablenkt. Gehe an einen Ort, an dem Du ungestört bist. Das Problem ist oft gar nicht, dass wir uns nicht aufraffen können, etwas zu tun, sondern dass es so viele andere Dinge gibt, die wir lieber tun würden, weil sie einfacher oder angenehmer sind. Sobald Du Dich von diesen Alternativen abschirmst, fällt es Dir wahrscheinlich sehr viel leichter, Dich Deiner eigentlichen Aufgabe zu widmen.

4. Kleiner denken

Hast Du zuvor beim Planen noch auf das große Ganze geschaut, solltest Du Dich nun auf den ersten Schritt konzentrieren. Denn was uns die Dinge vor uns herschieben lässt, ist nicht die Aufgabe an sich, sondern, wie wir sie wahrnehmen. Unsere Wahrnehmung wiederum wird vor allem durch unseren Fokus bestimmt. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf den riesigen Berg an Arbeit, der noch vor uns liegt, lenken, lähmt uns das, weil wir überfordert sind. Unser Gehirn kann mit der Information „vor mir liegt ein Haufen Arbeit“ nichts anfangen. Ein Haufen hat keinen Anfang und kein Ende. Wir sehen den Haufen und addieren unterbewusst die gesamte Last des bevorstehenden Arbeitstages – so als ob wir sie auf einmal tragen müssten.

Dabei müssen wir nur einen Fuß vor den anderen setzen, einen Stein auf den anderen legen. Wenn Du ein Haus baust, musst Du ja auch nicht alle dafür nötigen Steine auf einmal tragen. Einer reicht. Und dann noch einer. Und noch einer. Zerlege die Aufgabe in ihre kleinsten Bestandteile. Und dann fokussiere Dich auf diesen ersten, kleinsten Schritt. Vereinfache so lange, bis Du die Last tragen kannst. Blende das große Ganze aus und verringere die Hürde, die Du zu überwinden hast. Wenn Du Dich immer noch nicht motivieren kannst, ist es noch nicht einfach genug.

Nur fünf Minuten

Dabei kannst Du Dich auch ganz einfach zeitlich begrenzen. Ein weiterer Trick ist es, sich vorzunehmen, nur fünf Minuten an einem Projekt zu arbeiten. Ähnlich wie beim Zerlegen der Aufgabe in kleine Teile, zerlegst Du sie hier in Zeiteinheiten. Es ist vielleicht schwierig, sich aufzuraffen, wenn man Stunden und Tage harter Arbeit vor sich hat. Aber für fünf Minuten kannst Du Dich immer motivieren. Die Überschaubarkeit der Arbeitszeit hilft Dir dabei, überhaupt anzufangen, denn die Hürde wird durch die zeitliche Begrenzung deutlich geringer.

Das Ganze hat außerdem einen netten Nebeneffekt: Nach fünf Minuten wirst du wahrscheinlich feststellen, dass Dir die Aufgabe jetzt lange nicht mehr so schwer fällt, wie zuvor gedacht. Unter Umständen willst Du nun gar nicht mehr aufhören, weil Du gerade so im Fluss bist und vielleicht sogar Spaß an der Sache hast. Der erste Schritt ist immer der schwerste. Sobald du ein Momentum aufbaust, wird Dir Deine Aufgabe immer leichter fallen.

5. Gewohnheiten aufbauen

In vielen Bereichen des Lebens müssen wir über einen langen Zeitraum hinweg diszipliniert sein, damit sich der Erfolg einstellt. Um dies auch langfristig sicherstellen zu können, kannst und solltest Du Gewohnheiten aufbauen, die Dich beim Erreichen Deiner Ziele unterstützen. So wie wir jeden Tag beinahe automatisch die Zähne putzen, ohne großartig darüber nachzudenken, können wir auch unsere anderen Aufgaben organisieren. Denn wenn etwas zur Gewohnheit wird, kostet es uns keine Überwindung mehr und passiert quasi automatisch.

Um eine neue Gewohnheit zu etablieren, solltest Du sehr klein anfangen. Nimm Dir einen Bereich in deinem Leben vor, in dem Du langfristig etwas ändern möchtest. Und dann beginne täglich fünf bis zehn Minuten daran zu arbeiten. Kleine Angewohnheiten, wie ein kurzes Workout am Morgen, machen für sich alleine gesehen keinen großen Unterschied. Aber im Laufe der Zeit können sie Dich zu einem ganz anderen Menschen machen.


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